Das Grablicht

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Die Tradition, Grablichter auf Gräbern aufzustellen, ist bereits tausende Jahre alt. Schon in der Antike und im alten Ägypten wurden Grablampen aufgestellt. Das Grablicht sollte dem Verstorbenen den Weg in die nächste Welt leuchten. In der christlichen Tradition gilt Licht als Symbol für Leben und Auferstehung. Dabei geht es nicht um die Auferstehung der Toten, sondern um die Auferstehung der Seele, die im christlichen Glauben nach dem Tod in den Himmel aufsteigt.

Grablichter heute

Heutzutage stehen auf den meisten christlichen Gräbern Kerzen - sogenannte Grablichter. Meist stehen kleine, geschlossene Grablampen auf den Gräbern. Die geschlossene Bauweise hat dabei gleich zwei Vorteile: Zum einen sind geschlossene Grablichter wesentlich sicherer als Kerzen, die offen auf dem Friedhof stehen. Insbesondere im Sommer, wenn es länger nicht geregnet hat und die Grabbepflanzung auf vielen Gräbern ausgetrocknet ist, geht von offenen Kerzen eine hohe Brandgefahr aus. Aus diesem Grund verbieten viele Friedhofsverwaltungen offene Grablichter.

Es macht aber auch aus einem viel einfacheren Grund Sinn, das Grablicht in eine Grablaterne oder -lampe zu stellen: Der Wind kann das brennende Grablicht nicht sofort löschen.

Grablichter an Allerheiligen

Wer am ersten November einmal auf einem katholischen Friedhof war, der weiß, dass dieser Tag für Katholiken ein besonderer Feiertag ist. An diesem Tag - Allerheiligen - gedenken sie der Verstorbenen. Traditionell besuchen Katholiken an diesem Tag den Friedhof und zünden die Kerzen in den Grablampen an. In den Abendstunden verwandeln sich katholische Friedhöfe an Allerheiligen so in wahre Lichtermeere.

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